Aktuelle Ereignisse und Projekte

Wir informieren Sie über aktuelle Ereignisse und Projekte rund um die VOGEL-BAU Unternehmensgruppe und bedeutende Themen für die Baubranche im allgemeinen.



VB: Erweiterung unserer Kraftfahrzeugwerkstätte

Derzeit nehmen wir eine beträchtliche Erweiterung unsere Kraftfahrzeugwerkstätte in Lahr-Kippenheimweiler vor. Vogel-Bau unterhält einen äußerst umfangreichen Fuhr- und Baumaschinenpark der regelmäßig gewartet und gepflegt wird. Der nachhaltige Ausbau der bereits 1971 mit Spenglerei, Lackiererei und Bremsenprüfstand entstandenen Werkstätte wird uns auf Jahre hinweg eine optimale Pflege und Instandsetzung ermöglichen. Hier können von klein bis groß alle Arten von Baumaschinen und auch PKW´s eigenständig repariert werden. 



FBW: Spatenstich Produktionsgebäudes für ELGO

Am 22. August 2017 setzt die Geschäftsleitung der Firma ELGO aus Rielasingen, Helmut Grimm mit seinen Söhnen Felix und Moritz Grimm, zusammen mit dem Bürgermeister Ralf Baumert und dem ausführenden Bauunternehmen Fertigbau Wochner (FBW) den Spatenstich für das neue Firmengebäude. Zuvor musste eine alte Lagerhalle am Firmenstandort in der Carl-Benz-Straße abgerissen werden, damit ausreichend Platz für den von FBW geplanten Hallenneubau mit rund 2400 qm Fläche entsteht. ELGO wächst stetig und gedanklich produzieren mann bereits jetzt schon im Neubau, denn für die neu einzurichtende Produktionslinie sind bereits heute die Auftragsbücher für 2018 gefüllt und wir müssen im dritten Quartal 2018 bereits ausliefern können. Damit steht die Baustelle und der mit der Ausführung beauftragte Generalunternehmer Fertigbau Wochner unter starkem Zeitdruck. Der Neubau wird in einer Stahlbetonfertigteilbauweise erstellt, die genau der Anforderung einer schnellen, präzisen Bauweise mit hohen Brandschutzeigenschaften gerecht wird. Die Bauteile werden von Fertigbau Wochner, in hochmodernen Produktionsanlagen produziert und an Ort und Stelle aufgebaut.



VB: Pilotprojekt – digitales Fräsen im Straßenbau


VOGEL-BAU, WOLFF & MÜLLER und VOLZ CONSULTING haben ein neues Modul namens BPO Fräsen zum ersten Mal im Baualltag getestet: auf der Baustelle A8 am Stuttgarter Kreuz.


Stuttgart, 2017:
Im April dieses Jahres hat ein neues Modul des mobilen Planungs- und Echtzeitsystems BPO der VOLZ CONSULTING GmbH seinen ersten Baustelleneinsatz erfolgreich bestanden. VOGEL-BAU und WOLFF & MÜLLER haben BPO Fräsen auf der Baustelle A8 Verflechtungsstreifen Stuttgart-Leonberg eingesetzt, um das Abtragen des Straßenbelags zu planen, zu steuern und zu dokumentieren. Innerhalb von sechs Tagen hat das Baustellenteam eine rund 24.000 Tonnen schwere Deck- und Tragschicht gefräst, die Arbeiten mit BPO Fräsen begleitet und im Detail dokumentiert. Damit wurden Fräsarbeiten weltweit zum ersten Mal in Echtzeit digitalisiert. Die Ziele waren, BPO Fräsen einem Alltagstest zu unterziehen und neue Erkenntnisse zur Optimierung des Moduls zu gewinnen. Aus Sicht aller Beteiligten war das Pilotprojekt ein weiterer erfolgreicher Schritt zur Digitalisierung der Bauprozesse. Die ARGE-Partner und Lizenznehmer setzten BPO schon seit 2014 im Straßenbau ein und nutzt seither immer mehr Module und Funktionen des Systems. Beide Unternehmen wollen mit Hilfe des Systems die Prozesse im Straßenbau optimieren, um die Qualität zu verbessern und Kosten zu reduzieren. 

Planung und Umsetzung
Im Zuge des Projektes A8 Verflechtungsstreifen Stuttgart-Leonberg entsteht eine neue Erweiterungsspur zwischen dem Stuttgarter Kreuz und Leonberg-Ost. Zudem wird die bestehende Fahrbahn zum Teil saniert, so dass umfangreiche Fräsarbeiten erforderlich waren. Konkret ging es beim Pilotprojekt darum, die Beladung der Lkws und die Aufteilung des Fräsgutes zu den Mischanlagen in Sindelfingen, Herrenberg und Mönsheim zu steuern. Dazu mussten im Vorfeld die drei Mischanlagen miteinander und mit der Baustelle vernetzt und in das System integriert werden – ein Prozess, der schon aus früheren BPO-Modulen bekannt ist und deshalb problemlos umsetzbar war. Die VOLZ CONSULTING GmbH hat das Vorhaben im Vorfeld zusammen mit den Bauleitern von WOLFF & MÜLLER und VOGEL-BAU genau geplant. Das eigentliche Pilotprojekt begann dann am 18. April 2017 bei winterlichem Wetter. Die Kolonne traf sich vor Fräsbeginn mit der Bauleitung, um den Ablauf und die Prozesskette zu besprechen. Mit den zugewiesenen Login-Daten konnten die Mitarbeiter auf der Baustelle direkt per Tablet auf BPO Fräsen zugreifen. Sie sahen alle geplanten Fuhren sowie die geplante Verteilung der Lkws an die Mischanlagen. Verschiedene Mitarbeiter konnten das Softwaresystem simultan bedienen, so dass die Aufgaben flexibel innerhalb der Kolonne verteilt werden konnten. Alle Lkw-Fahrten zu den Mischanlagen wurden zentral koordiniert. „BPO lässt sich so intuitiv bedienen, dass die Mitarbeiter bereits nach wenigen Minuten dokumentieren konnten, welcher Lkw gerade wie viel Fräsgut zu welcher Mischanlage transportiert,“ sagt Catharina Bauer von der Zweigniederlassung Künzelsau der WOLFF & MÜLLER Tief- und Straßenbau GmbH & Co. KG.

Gleichmäßige Aufteilung des Fräsguts
Mit BPO Fräsen konnte die Kolonne den Abtransport des Fräsguts so organisieren, dass die Trag- und Deckschicht gleichmäßig auf die drei Mischanlagen verteilt wurde. Dabei berücksichtigte das Softwaresystem automatisch die unterschiedlichen Entfernungen zur Baustelle. Ein Beispiel: Die Fahrt nach Herrenberg dauert doppelt so lange wie nach Sindelfingen. Dementsprechend wurden mehr Lkws nach Herrenberg geschickt, um einerseits die Taktplanung einzuhalten und andererseits die Mischanlagen gleich stark zu beliefern.

Transparente Logistik
„Ein großer Vorteil von BPO Fräsen ist die gewährleistete Transparenz und die daraus resultierende Informationsgewinnung. Alle Beteiligten hatten den gleichen, aktuellen Kenntnisstand“, sagt Marc Schwertfeger, Bauleiter bei der VOGEL-BAU GmbH. Die Kolonne wusste jederzeit, wie viele Tonnen welchen Materials sie den einzelnen Mischanlagen zugeordnet hat. Die Bauleitung, die das Projekt im Vorfeld mit den Experten von VOLZ CONSULTING geplant hatte, konnte den Ablauf von unterwegs in Echtzeit mitverfolgen. Auch die Mischanlagen hatten Zugang zu den Informationen. Ihre Mitarbeiter wurden im Vorfeld in die Bedienung des Systems eingewiesen, wodurch sie sich ständig über den Fräsfortschritt informieren konnten.

Flexibilität bei außerplanmäßigen Touren
Änderungen in der Abstimmung der Lkw-Fuhren, aufgrund von Staus oder sich ändernder Fräsannahme, verliefen ohne Komplikationen. Lkws, die außerplanmäßig eintrafen, konnten von den Mischanlagen manuell nacherfasst werden. Dieser Vorgang dauerte je Lkw nur wenige Sekunden. Die Wiegesysteme der Mischanlagen in Mönsheim der DEUTSCHEN ASPHALT und in Herrenberg der Firma MOROF konnten über eine Schnittstelle in BPO Fräsen eingebunden werden. Beide Mischanlagen verfügen bereits über große Erfahrung mit BPO und setzen das System bereits seit drei Jahren ein. Alle relevanten Daten wurden vollautomatisch ins System und damit auf die Baustelle übertragen.

Nachvollziehbare Dokumentation
BPO Fräsen vereinfacht auch die Dokumentation – ein für die Bauleitung wichtiger Aspekt. Neben verschiedenen Kennzahlen wie der gefrästen Tonnage, der Fräszeit und der jeweiligen Tagesleistung stellt das System seinen Nutzern eine Übersicht aller Lkw-Fuhren zur Verfügung. Für jeden Lkw sind Rundenzeiten sowie die entladenen Tonnagen ersichtlich. Zusätzlich werden die Entladetakte der Mischanlagen grafisch dargestellt. Damit erhält die Bauleitung eine detaillierte Dokumentation über alle Lieferscheine.

Fazit
Die Kolonne kam trotz der überwiegend widrigen Wetterverhältnisse gut voran und konnte die Maßnahme wie geplant beenden. Im Laufe des Baustelleneinsatzes wurde deutlich, dass ursprüngliche Befürchtungen bezüglich des stabilen Prozessablaufes zerstreut werden konnten und der Begeisterung wichen. BPO Fräsen ließ sich von den Mitarbeitern der Unternehmen WOLFF & MÜLLLER und VOGEL-BAU intuitiv bedienen, und alle Beteiligten erkannten schnell den Mehrwert des Systems. Der allererste Alltagstest von BPO war somit ein voller Erfolg.


Das weltweit erste Pilotprojekt für digitales Fräsen war ein Erfolg und wurde wie geplant rechtzeitig beendet. Quelle: Volz Consulting


 

FBW: Große Resonanz am "Tag der offenen Tür"

Am Sonntag den 2. Juli 2017 öffnete wir unsere Werkstore im Rahmen des Events „Tage des Wassers“ im Schiefererlebnis Dormettingen. Erstmalig wurde der Öffentlichkeit die Gelegenheit geboten, unsere moderne Produktionsanlage zu besichtigen. Bereits kurz vor 10 Uhr strömten zahlreiche interessierte Besucher auf das Werksgelände. Die Besucher wurden regelmäßig vom Check-In am Schiefererlebnis mit einem kostenlosen Shuttlebus zum FBW-Werk gefahren. Das „Innere“ der zum Teil mit Robotern gesteuerten Produktionsanlage zog nicht nur Architekten, Ingenieure und Bauunternehmen an sondern auch potentielle Bauherren und spontane Besucher, die den Event im Schiefererlebnis besuchten. Mehrere fachkundige Betriebsführer erklärten insgesamt 450 Gästen die Anlagetechnik. Vor den einzelnen Stationen der Wandumlaufanlagen wurde jedoch zuerst der ökologische Umgang mit dem kostbaren Gut Wasser vorgestellt. FBW nutzt nämlich das Regenwasser der Dachflächen zur Produktion.

In der Produktionsanlage werden individuelle Betonfertigteile mit bis zu 40 t Einzelgewicht maßgenau und in höchster Qualität hergestellt. Der Schalungsroboter wurde aktiviert und verrichtete auf den Millimeter genau seine Arbeit. Über die Dimensionen und den Automatisierungsgrad der Anlage staunten viele Besucher. Auch der gigantische Werkshof konnte begangen werden. Ein extra aufgebauter Autokran hob Gäste in einer Aussichtsgondel 70 m in die Höhe. Trotz des eher durchwachsenen Wetters wollten sich viele diesen Blick auf Dormettingen nicht entgehen lassen.